Aktuelle Informationen aus Genossenschaft und regionaler Energiepolitik

Pressestimmen zur Genossenschaft
und zu erneuerbaren Energien in der Region

Innovationspreis für die EENA

Kreativität in der Planung, solide Wirtschaftlichkeit in der Umsetzung und Vorbildfunktion für andere durch leichte Übertragbarkeit, das waren die Kriterien für den landes-weiten Ideenwettbewerb „Neue Geschäftsmodelle für Energiegenossenschaften“ des Baden-Württem-bergischen Genossenschaftsverbandes und der Elektrizitätswerke Schönau. Bekanntgegeben und geehrt wurden die Preisträger am Freitag, 8. November 2019 beim Energietag 2019 im Geno-Haus in Stuttgart.

Groß war der Applaus, als Dr. Martin Schöfthaler, Vorstandssprecher der EENA, aus den Händen von Karl Greißing vom Landesumweltministerium den mit 15.000 EUR dotierten zweiten Preis dieses Wettbewerbs entgegennehmen durfte.

2. Preis Energietag 2019

Das prämierte EENA-Konzept

Geehrt wurde die EENA für ihr Modell zur Kooperation mit Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), das für WEGs insbesondere interessant ist, wenn die Heizungsanlage erneuert werden muss: Die Genossenschaft errichtet und betreibt eine PV-Anlage auf dem Dach des Gebäudes. Die WEG erfüllt damit die Forderungen des baden-württembergischen EWärmeGesetzes, ohne selber investieren oder Ausgleichszahlungen leisten zu müssen. Die Bewohner bekommen den Strom vom Dach zu einem Preis angeboten, der unter den üblichen Marktpreisen liegt. Sie sind aber nicht zur Abnahme verpflichtet. Die Abrechnung übernimmt ein qualifizierter Dienstleister. Die Aufteilung der spezifischen Kosten zwischen WEG und Genossenschaft hebt das Projekt über die Wirtschaftlichkeitsschwelle und verteilt den finanziellen Vorteil solidarisch zwischen WEG und Genossenschaft. Die WEG muss nach der Novellierung des Wohnungseigentümergesetzes nicht mehr einstimmig entscheiden; die doppelt qualifizierte Mehrheit genügt.

Berichterstattung: Energietag und Preisträger

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband (BWGV)
Energiewerke Schönau (EWS)
Pressestelle der Landesregierung

Unsere Genossenschaft in der Presse

EENA wird ausgezeichnet:
Südwestpresse, 21.11.2019
Betzinger Blättle, 15.11.2019

Südwestpresse Tübingen, 09.11.2019
Reutlinger Generalanzeiger, 26.10.2019

Stadthallendisplay Opfer von Vandalismus:
Leserbrief im Reutlinger Generalanzeiger, 17.07.2019

"Wir bringen die Sonne auf dem Tisch"
Zur Kooperation zwischen EENA und dem Engstinger Gasthaus "Bären":
Reutlinger Generalanzeiger, 25.06.2019

Zum Mieterstromprojekt Wigwam Reutlingen:
Reutlinger Generalanzeiger, 04.03.2019

Sonne sucht Dach
Reutlinger Generalanzeiger, 05.06.2018

Zur Beteiligung am Solarpark Engstingen-Haid:
Reutlinger Generalanzeiger, 15.04.2016

Ertrag unserer Anlagen im November 2019

Generell ist im November mit wenig Sonne zu rechnen. Zusätzlich zum niedrigen Sonnenstand kommen die typischen Nebel-Wetterlagen. Der November 2019 hat seinem Ruf alle Ehre gemacht. Nur wenige Tage brachten nennenswerte Sonnenstunden. Nebel und Bewölkung überwiegten. Und so lag die Ausbeute unserer Dachanlagen bei gerade mal der Hälfte des Vormonats,

Für die beiden neuen Anlagen in Reutlingen-Rommelsbach und Gustav-Schwab-Straße (Reutlingen) ist noch kein Online-Monitoring eingerichtet. Die anderen sieben Dachanlagen haben zusammen 11,65 MWh Strom produziert.

Die Ergebnisse der Dachanlagen im Einzelnen:

  • Dietweg-Sporthalle Reutlingen: 3,94 MWh
  • Stadthalle Reutlingen: 1,75 MWh
  • Bauhof Kusterdingen: 3,41 MWh
  • MBärs Rohstoffhandel Ofterdingen: 0,65 MWh
  • Reutlingen, H.-Reyhing-Str.: 0,64 MWh
  • Eningen, Herrschaftsstr.: 0,46 MWh
  • Restaurant "Bären", Großengstingen: 0,78 MWh

Die Alb schnitt etwas besser ab als das Albvorland und das Neckartal. Die Freiflächenanlage Engstingen-Haid lag mit 110,97 MWh deutlich über der (allerdings sehr vorsichtig kalkulierten) Erwartung von 79,89 MWh.

Energiewende in der Region

Für Freiflächen-Solaranlagen
Reutlinger Generalanzeiger, 20.11.2019

Regionalverband Neckar-Alb kapituliert bei der Windkraftplanung
Südwestpresse, 08.03.2019

Neue Anlage errichtet

Pünktlich zum 31.07.2019 haben die Installateure die Fertigstellung gemeldet.
Nun prangt eine Photovoltaikanlage der EENA auf einem Mehrfamilienhaus der GWG im Reutlinger Nordraum, in dem derzeit Flüchtlinge untergebracht sind. Besonders erfreulich ist, dass erstmals seit über sechs Jahren wieder ein Projekt über 50 kWp verwirklicht werden konnte.
Am gleichen Tag kam auch die Fertigmeldung einer kleineren Anlage auf einem Mehrfamilienhaus in der Reutlinger Kernstadt.

Nach langem Stillstand konnten nun iinnerhalb eines Dreivierteljahres fünf neue Dachanlagen errichtet werden.

Damit betreibt die EENA nun neun Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 510 kWp

Näheres finden Sie auf den Unterseiten Projekte/Eigenanlagen/Details.

 

Mehr als 20 Jahr Sonnenenergieverein

Anfang 2012 haben die Aktivisten des Vereins SonnenEnergie Neckar-Alb die Initiative zur Gründung unserer Genossenschaft ergriffen. Engagiert für die erneuerbaren Energien waren sie schon seit Beginn der 1990er Jahre. Im Herbst 2015 konnte der Verein sein 20-jähriges Jubiläum feiern.

Ein Ergebnis der Vereinsarbeit ist das Energieszenario für die Region Neckar-Alb, das einen konkreten Ausbauweg zu einer 100-prozentigen Versorgung aus heimischen Quellen für Strom, Wärme und Verkehr  bis zum Jahr 2030 aufzeigt.
Die 68-seitige Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 5,- EUR beim Sonnenenergieverein oder über die EENA erhältlich.

EENA auf dem Klimschutzaktionstag am 20.09.2019

"Wie sind die Erwartungen einer Solaranlage in Ost-West-Ausrichtung im Vergleich zur Südorientierung?"
"Kann die Nordwestseite eines Satteldachs noch einen nennenswerten Beitrag leisten?"
"Welcher Anteil am Eigenverbrauch lässt sich mit einer Dachanlage ohne Speicher decken?"

Solche Fragen ließen sich am EENA-Stand beim Aktionstag der Parents for future auf dem Reutlinger Marktplatz anhand des Online-Monitorings unserer Anlagen anschaulich erörtern. Über einen eigens eingerichteten Internetzugang ließen sich die aktuellen Daten der verschiedenen Anlagen abrufen und visuell darstellen. Besonders beeindruckt waren viele Besucher von der Anlage auf dem Gasthof "Bären" in Großengstingen, die ohne teure Investition in einen Speicher mehr als die Hälfte des Stroms deckt, den die das Restaurant mit seinen stromintensiven Kühlzellen und Küchengeräten verbraucht.

Ein Highlight war der Besuch einer Delegation aus der Partnerstadt Bouaké (Elfenbeinküste), die gerade zu Besuch in Reutlingen war und begierig war auf Anregungen, soll doch das Rathaus in Bouké mit einer Solaranlage belegt werden.

Fotos vom EENA-Stand